Zentraleuropa bietet neben zahlreichen Kunst- und Kulturangeboten eine zauberhafte Naturlandschaft. Auf dieser Seite finden Sie die interessantesten Orte in Ungarn. Falls Sie eigene Vorstellungen über das Reiseziel und Reiseinhalt haben, stellen wir Ihnen sehr gerne ein individuelles Angebot zusammen.

Budapest

"Paris des Ostens"

Die ungarische Hauptstadt Budapest gilt als eine der schönsten Städte der Welt und wird auch als das "Paris des Ostens" bezeichnet. Die Stadt ist in jeder Hinsicht das Zentrum des Landes. Die 2,1 Millionen Metropole besteht aus den Teilen Pest, Buda und Òbuda, die noch bis Ende des 19. Jahrhunderts unabhängige Städte waren und sich 1872 zu Budapest zusammenschlossen. Die Donau, die sich wie ein Faden durch die Stadt zu ziehen scheint, trennt das hüglige Buda von dem eher flacheren Pest. Das Geschäftszentrum von Budapest mit Parlamentsgebäude, seinen schicken Boutiquen und netten Straßencafés findet man in der Pester Innenstadt. Auf der anderen Seite der Donau, im hügligen Buda sollte man sich auf keinen Fall den Gellert-Berg mit Zitadelle und Gellert-Denkmal und die Fischerbastei entgehen lassen. Von der Zitadelle kann man einen wunderbaren Blick über Budapest genießen. Budapest ist die einzige Hauptstadt auf der Welt, die über natürliche Thermalquellen verfügt. Dank dem Mineraliengehalt und der hohen Temperatur haben die meisten Thermalwasser eine heilbringende Wirkung.

Tokaj

Das Weinbaugebiet

Der Name Tokaj wird auf der ganzen Welt mit dem gleichnamigen Wein verbunden. Hier wurde der Abdruck eines Urweinrebenblattes aus dem Miozän gefunden. Das Eichenholz zur Herstellung der Fässer wächst auch vor Ort und ein besonderer Schimmelpilz, der an den Wänden der Keller gedeiht, begünstigt den Reifeprozess der hier lagernden Weine in besonderer Weise. Der zum Weltkulturerbe erklärte Teil des Weinanbaugebietes von Tokaj-Hegyalja umfasst 27 Siedlungen. Dazu gehören u.a. die Kellereien, z. B. „Ungvárer" in Sátoraljaújhely, der Rákóczi-Keller in Sárospatak und der Keller des Weinmuseums. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich hier verschiedene Völkergruppen – Sachsen, Schwaben, Polen, Rumänen, Armenier und Juden – angesiedelt. Sie haben das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben sowie die Kultur des Weinanbaus bereichert und zur Entwicklung der Weinkultur beigetragen. Die Vielfältigkeit wird an Bauwerken der kirchlichen und weltlichen Architektur der Ortschaften sichtbar.

Hollókő

Das ungarische Altdorf

Hollókő ist das einzige Dorf Ungarns, das mitsamt seiner Umgebung auf der Liste des "Welterbes" von UNESCO steht. Die Einwohner sind neben ihrem eigenen palócer Dialekt auch auf ihre reich verzierte Tracht stolz. 65 geschützte Gebäude im alten Dorfkern bewahren die Volksbaukunst der Palócen des 17. Jahrhunderts. Die römisch katholische Kirche des Ortes hat einen Holzturm mit einer Holzschindeleindeckung und wurde 1889 erbaut. Die sich über Hollókő erhebende Burg wurde erstmals im 13. Jahrhundert schriftlich erwähnt.

Pannonhalma

Die tausendjährige Benediktinererzabtei

Die Erzabtei Pannonhalma ist ein tausendjähriges Benediktiner-Kloster und seit 1996 Teil des Weltkulturerbes. Die hier lebenden Mönche suchen Gott in ihrem Leben und ihren Gebeten. Infolge der Entwicklungen der letzen Jahren wurde die Führung durch das Kloster um einige touristische Attraktionen erweitert. Nicht nur die Beschaffenheit des Klosters an sich fasziniert, sondern natürlich auch immer wieder diese gewisse Spiritualität, Ruhe und Einkehr, die ein Kloster stets umgibt, so auch hier in der Abtei Pannonhalma. Das was aber Kultur- und Naturtouristen aus nah’ und fern besonders anzieht, neben der Abtei selbst, ist dessen Klostergarten. Das Arboretum des Klosters, eine Art botanischer Garten, gilt als Ort der Entspannung. Der Kräutergarten stellt die traditionelle Heilkräuterkultur dar, und im Kräutergartenhaus können Besucher die wichtigsten Heil- und Küchenkräuter kennen lernen, sowie Heilkräutertees, Liköre und Schokoladen der Benediktiner probieren und den Prozess der Herstellung des Lavendelöls verfolgen.

Der Nationalpark Agtelek

Das größte Höhlensystem Mitteleuropa

Der Nationalpark Aggtelek wurde im 1985 in erster Linie zum Schutz der Werte der leblosen Natur, der Oberflächenformen und Höhlen geschaffen. Laubwälder bedecken 75% seiner Fläche. Die mosaikartigen Lichtungen, Felsrasen und Berghänge mit herausragenden Steinen sichern wertvollen Pflanzen, der reichen Insektenwelt und den in diesem Gebiet mehr als 220 vorkommenden Vogelarten den Lebensraum. Auf der verhältnismäßig kleinen Fläche des Nationalparks sind mehr als 200 kleinere und größere Höhlen zu finden. Im Aggteleker und in dem Slowakischen Karst entstand das größte Höhlensystem Mitteleuropas. Die längste Höhle Ungarns ist die Baradla-Höhle. Zahlreiche Funde bei archäologischen Erkundungen beweisen, dass schon der Mensch der Urzeit die Baradla kannte und sogar als Wohnstelle benutzte. Im überraschend schönen Konzertsaal der Baradla-Höhle mit ausgezeichneter Akustik werden Höhlenkonzerte mit klassischer bzw. Unterhaltungsmusik veranstaltet.

Der Nationalpark Hortobágy

Die größte zusammenhängende Grasheide Europas

Der Nationalpark Hortobágy besteht zum größten Teil aus den typischen Puszten und ist die größte, zusammenhängende, natürliche Grasheide Europas. Der 1973 gegründete erste ungarische Nationalpark ist das größte unter Naturschutz stehende Gebiet des Landes. Der bedeutendste Teil davon ist ein Biosphärenreservat. Der überwiegende Teil des Nationalparks besteht aus natürlichen Lebensräumen, alkalischen Heiden, Wiesen und den dazwischen eingeklemmten kleineren und größeren Sümpfen und Fischteichen. Bisher wurden 342 Vogelarten im diesen Gebiet registriert. Zu den größten Sehenswürdigkeiten gehört der Herbstzug der Kraniche. Der Kranich ist gleichzeitig der Wappenvogel des Parks.

Fertő-tó

Der größte alkalische See Europas

Der Fertő-tó/Neusiedler See ist ein Teil des Nationalparks Fertő-Hanság. Die UNESCO erklärte ihn im Jahre 1979 zum Biosphärenreservat. Im Interesse des Schutzes der zahlreichen, als Raritäten geltenden und nur hier lebenden Pflanzen und der mehr als 200 Vogelarten können bestimmte Teile des Nationalparks nur mit Genehmigung und unter sachkundiger Führung besichtigt werden. Der Fertő-tó See ist im Sommer ein parkähnlicher Strand und anbietet gute Möglichkeiten zum Baden, Surfen, Bootfahren, Segeln und Fahrradwege werden angelegt. Der Fertő-tó See ist der größte alkalische See Europas. Die Umgebung des Sees ist seit 8000 Jahren ein Treffpunkt der verschiedenen Kulturen. Die bedeutendsten Schlösser der Umgebung wurden im 18. Jahrhundert erbaut. Joseph Haydn wirkte mehr als 10 Jahre im heutigen Fertőd im Schloss Esterházy als Hofkomponist. Im Stammschloss der Familie der Grafen Széchenyi in Nagycenk kann man heute eine Ausstellung besichtigen.
  • Textenquelle

    http://www.budapest-cityguide.de/sehen/sehen.htm
    http://www.balaton-service.de/budapest.shtml
    http://de.gotohungary.com/weltkulturerbestatten
    http://www.utikonyv.hu/_utikonyv/objektum.php?id=465&nyelv=3
    http://pannonien.tv/im-lavendelhimmel/2012/
    http://www.kloesterreich.at/unsere-kloester/erzabtei-pannonhalma/erzabtei-pannonhalma/?no_cache=1