Zentraleuropa bietet neben zahlreichen Kunst- und Kulturangeboten eine zauberhafte Naturlandschaft. Auf dieser Seite finden Sie die interessantesten Orte in Tschechien. Falls Sie eigene Vorstellungen über das Reiseziel und Reiseinhalt haben, stellen wir Ihnen sehr gerne ein individuelles Angebot zusammen.

Prag

Die Goldene Stadt an der Moldau

Prag (Praha) ist eine Stadt mit mehr als tausendjährigen Geschichte, die mit der Errichtung der Prager Burg Ende des 9. Jahrhunderts begann. Die Hauptstadt Prag ist das bedeutendste städtische Denkmalschutzgebiet in der Tschechischen Republik und seit dem Jahre 1992 ist der historische Stadtkern mit einem Ausmaß von 866 ha im UNESCO-Verzeichnis eingetragen. Es ist ein Musterbeispiel aller künstlerischen Stile und Stilrichtungen. Der historische Stadtkern erstreckt sich entlang der beiden Moldauufer und besteht aus sechs Teilen, einst selbständigen Städten, die im 18. Jahrhundert vereinigt wurden. Es sind die Altstadt, die Josefstadt – der erhalten gebliebene Teil der ehemaligen Judenstadt, die Neustadt, die Kleinseite, Hradschin (das Burgviertel) und Vyšehrad. Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten gehören: Die Prager Burg, die Karlsbrücke, die Kleinseitner Brückentürme, das Altstädter Rathaus mit der astronomischen Aposteluhr, die Prager Judenstadt, der Pulverturm und die Kirche des heiligen Nikolaus.

Parkareal Lednice-Valtice

Kulturlandschaft

Es gibt weltweit kaum einen Ort, der so sorgfältig gepflegt ist wie die Kulturlandschaft um die prächtigen Schlösser Lednice und Valtice. Über Jahrhunderte ist hier ein absolut einzigartiger Park entstanden, mit kostbaren Bäumen, romantischen Bauten und Teichen. Während der 600 Jahre währenden Herrschaft des Adelsgeschlechts der Liechtensteiner wurden die riesigen Grundstücke auf beiden Seiten der heutigen mährisch-österreichischen Grenze hervorragend gepflegt. Die Mitte des 19. Jahrhunderts durchgeführten Umbaumaßnahmen verliehen Schloss Lednice sein herrliches, neogotisches Aussehen. Schloss Valtice ist nicht nur für seine Schönheit berühmt, sondern auch für seine langjährige Weinbautradition. Zudem hat man zahlreiche romantische Gebäude in die Landschaft integriert, z. B. das 60 Meter hohe Minarett, ein Jagdschlösschen und die sog. Hansenburg.

Böhmisch Krumau

Eine Perle unter UNESCO-Städten

Bei der Ankunft in Böhmisch Krumau (Český Krumlov) fesselt sofort das herrliche Panorama des über dem malerischen Renaissancestädtchen thronenden Schlosses. Durch ein prächtiges Tor gelangt man in ein elegantes Schlossareal mit weitläufigen Burghöfen. Vorher sollten unbedingt die Bären im Burggraben begrüßt werden – schließlich gehören sie praktisch zum Inventar. Das Schloss bietet gleich mehrere Besichtigungstouren an, die nicht nur einen Einblick in das Leben der einstigen adeligen Schlossbewohner ermöglichen, sondern auch zur Entdeckung eines herrlichen Maskensaals und eines weltweit einzigartigen Barocktheaters einladen. Über eine kleine Brücke gelangt man vom Schloss in die Altstadt von Böhmisch Krumau, die einzigartige Bürgerhäuser, romantische mittelalterliche Häuschen und Kneipen zu bieten hat. Bemerkenswert ist auch die St.-Veits-Kirche, in der sich die Familiengruft des Adelsgeschlechts der Rosenberger befindet.

Kuttenberg

„Silberne Schatztruhe“ des Landes

Zu Recht trägt das Silberstädtchen Kuttenberg (Kutná hora) den Beinamen „Schatztruhe des Landes“, denn der Reichtum der Stadt ermöglichte den Aufschwung des böhmischen Königreichs. In diesem Städtchen ist in allen Straßen, Häusern und Kirchen der Geist einer langen und bewegten Geschichte lebendig. Bereits vom Ende des 13. Jahrhunderts an war die Geschichte der Stadt Kuttenberg untrennbar mit dem Abbau von Silbererzen verbunden. Das Wahrzeichen von Kutná Hora ist der einzigartige spätgotische Dom der heiligen Barbara, dessen Bau über 500 Jahre dauerte. Falls Sie Ungewöhnliches mögen, sollten Sie unbedingt die ehemalige Zisterzienserabtei in Sedlec, nahe von Kuttenberg besichtigen. Die Führungen in den Abendstunden sind etwas Besonderes, dann tragen die Fremdenführer nämlich traditionelle Zisterzienser-Mönchskutten. Die Kirche sowie das Beinhaus werden nur mit Kerzenlicht beleuchtet und während der Besichtigung erklingen gregorianische Gesänge und Orgelmusik.

Teltsch

Märchenstadt Teltsch

Kaum eine Stadt erscheint märchenhafter als Teltsch (Telč). Der Marktplatz, das romantische Schloss und die kristallklaren Teiche könnten einem Märchen von Hans Christian Andersen entsprungen sein. Teltsch ist ein perfektes Beispiel für italienische Renaissancekunst nördlich der Alpen. Die meisten Besucher beginnen ihre Besichtigungstour an einem der romantischsten Orte Tschechiens: dem Marktplatz mit seinen bunten Häusern und hohen Dachgiebeln, sowie Arkaden mit Geschäften und Cafés. Zu einer Besichtigung von Teltsch gehört unbedingt auch ein Rundgang durch das Schloss, das zu den Perlen der Renaissancearchitektur in Mähren gerechnet wird. Unweit von Teltsch befinden sich zwei wunderschöne Renaissancestädte: Jindřichův Hradec mit einem der größten Schlossareale des Landes, sowie Slavonice mit einem wunderschönen Marktplatz und einem weitverzweigten, einzigartigen unterirdischen Kellersystem.

Trebitsch

Die Schätze des jüdischen Viertels in Trebitsch

Trebitsch (Třebíč) verbindet seine Geschichte mit der Gründung des Benediktinerklosters im Jahre 1101. Dank seiner Lage an den Ufern des Flusses Jihlava und der Großzügigkeit der Gründer wurde der Ort zu einem wichtigen Zentrum des religiösen Lebens und der Bildung. Heute ist es ein wichtiger Standort für Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Kultur im südwestlichen Mähren. Die Stadt war einst ein wichtiges Zentrum der jüdischen Kultur. Das Ensemble des Jüdischen Viertels und der Basilika stellt ein wertvolles Beispiel eines nahen Zusammenlebens der christlichen und jüdischen Kultur vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert dar. Den Bau der St.-Prokop-Basilika, ursprünglich ein Teil des Benediktinerklosters aus dem 13. Jahrhundert, prägten westeuropäische Vorbilder und Einflüsse.

Kremsier

Die prächtige Stadt Kremsier

Kremsier (Kroměříž) wurde als Marktortschaft an einer Kreuzung von Handelswegen gegründet. Nach 1848, als hier der verfassungsgebende Reichstag der österreichischen Monarchie tagte, kam eine Zeit des Aufschwungs, die der Stadt in der spirituellen Kultur und Kunst zu höchstem Niveau verhalf. Kroměříž ist nicht nur aufgrund seiner Geschichte oder Baukunst interessant, sondern auch wegen der Natur in seiner Umgebung, die zahlreiche Freizeitmöglichkeiten bietet. Die Gärten und das Schloss in Kroměřiž wurden 1998 in das UNESCO-Verzeichnis eingetragen. Das Schloss, das im 17. Jahrhundert auf älteren Fundamenten entstand, stellt ein außerordentlich gut erhaltenes Beispiel eines mitteleuropäischen barocken Hochadelssitzes dar, an welchen sich Gärten anschließen: der Schlossgarten in der englischen naturlandschaftlichen Gestaltung und der frühbarocke Lustgarten.

Olmütz

Die Dreifaltigkeitssäule – der Augapfel von Olmütz

Die Stadt Olmütz (Olomouc) gehörte schon immer zu den wichtigsten Städten des böhmischen Königreichs. Dank ihrer günstigen Lage, ihrer alten Universität und ihren kulturellen und religiösen Traditionen war die Stadt jahrhundertelang das natürliche Zentrum Mährens. Die historische Innenstadt von Olmütz, ist nach Prag das zweitwichtigste geschützte Denkmal Tschechiens. Die berühmteste Sehenswürdigkeit von Olmütz ist die Dreifaltigkeitssäule auf dem Marktplatz. Es handelt sich um die größte barocke Figurengruppe in Mitteleuropa. Die Geschichte der Stadt ist geprägt von legendären Fürsten und mächtigen Königen des ältesten böhmischen Herrschaftsgeschlechts, der Přemysliden. In Olmütz endete deren berühmte Herrschaft jedoch mit der Ermordung von Wenzel III., denn er starb und hinterließ keine Nachkommen. Entdecken Sie die Geschichte dieses berühmten Adelsgeschlechts und besuchen Sie als erstes die drei hohen Türme des Wenzelsdoms, die Olmützer Burg, sowie den pompösen Erzbischöflichen Palast.

Leitomischl

Musikalische und kulinarische Stadt

Der größte Stolz der Stadt ist das Renaissanceschloss mit Sgraffito-Verzierungen, das zu den schönsten Denkmälern dieses Stils nördlich der Alpen gehört. Ganz in der Nähe des Schlosses befinden sich die Klostergärten mit einem Springbrunnen, aus dem leise klassische Musik erklingt und der durch seine Skulpturengruppe aus dem 20. Jahrhundert des berühmten tschechischen Bildhauers Olbram Zoubek beeindruckt. Zu einem Besuch der Stadt Litomyšl gehört unbedingt auch das Portmoneum dazu, denn hier tauchen Sie in die schöne Welt der Farben und Formen des Kunstliebhabers Josef Portman ein. Falls Sie eine herausragende Kulturveranstaltung miterleben möchten, sollten Sie Litomyšl Ende Juni / Anfang Juli besuchen. Denn dann ehrt die Stadt ihren berühmtesten Sohn, den Komponisten Bedřich Smetana mit dem Opernfestival „Smetanova Litomyšl“.

Hollschowitz

Das zauberhafte Dörfchen

Es mag unglaublich klingen, aber Hollschowitz (Holašovice) hat sich im Laufe seiner 800-jährigen Geschichte die gleiche Anzahl an Gebäuden bewahrt. Bis heute kann man daher die ursprünglichen 17 Bauernhöfe mit ihren Scheunen und Pferdeställen, sowie eine Schmiede, zwei Gaststätten und eine kleine Kapelle sehen. Aber das Dorf ist keineswegs ein Freilichtmuseum, denn die meisten Häuser sind bewohnt und die Einheimischen organisieren zahlreiche Kulturveranstaltungen: Fasching im Februar, das Aufstellen des Maibaums im Mai und im Juli ein Bauernfest mit altböhmischem Jahrmarkt. Bei Ihrem Rundgang durch Holašovice sollten Sie unbedingt Gehöft Nr. 6 besichtigen. Hier können Sie nämlich sehen, wie das Landleben und die Bewirtschaftung bis Mitte des 20. Jahrhunderts aussahen. In der gemütlichen Keramikwerkstatt können Sie nach eigenen Vorstellungen Keramikstücke herstellen und auf diese Weise ein typisch südböhmisches Souvenir mit nach Hause bringen.

Saar

Die Stadt mit dem mystischen Ort Zelená hora

Saar (Žďár nad Sázavou) war ursprünglich ein Marktflecken an einem alten Landweg. Die Ortschaft entstand parallel mit der Gründung des örtlichen Zisterzienserklosters im Jahre 1252. Heute ist Saar Schauplatz vieler kultureller und gesellschaftlicher Veranstaltungen. Den Touristen bietet es dank seiner günstigen Lage zahlreiche Möglichkeiten zur aktiven Erholung. Die Wallfahrtskirche Hl. Johannes Nepomuk von Zelená Hora wurde 1994 in das UNESCO-Verzeichnis eingetragen. Das Bauwerk aus dem frühen 18. Jahrhundert ist ein Beispiel der sog. Barockgotik. Die Wallfahrtskirche hat die Form eines fünfzackigen Sterns und wird von einem Friedhof und einem Ambitus umschlossen. Die nicht allzu große Kirche entzieht sich jeder Beschreibung, was einen genügenden Grund dazu gibt, sie mit eigenen Augen zu besichtigen.

Brünn

Villa Tugendhat

Das Werk des berühmten deutschen Architekten Ludwig Mies van der Rohe gilt bis heute als eine der vier bedeutendsten Villen der Welt. Die Villa Tugendhat wurde im Auftrag des reichen Unternehmerehepaars Greta und Fritz Tugendhat gebaut. In jeder Hinsicht unterschied sich die Villa von den zeitgenössischen Trends und war wegen ihrer Funktionalität und der herrlichen Interieurs ein absoluter Vorreiter. Das Ehepaar Tugendhat zog im Jahr 1930 ein, wohnte hier jedoch nur acht Jahre. Da die Tugendhats Juden waren, mussten sie das Land verlassen, um sich vor den Nazis zu retten. Sie kehrten nie wieder in die Villa zurück, denn diese wurde zuerst von der Gestapo beschlagnahmt und nach dem Krieg eignete sich der Tschechoslowakische Staat die Villa an. Brünn bietet zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten. Man sollte unbedingt die beiden Wichtigsten besuchen: die mittelalterliche Burg Špilberk mit ihrem einzigartigen unterirdischen Gangsystem, sowie die St.-Peter-und-Paul-Kathedrale, eine Perlemittelalterlicher Sakralkunst.
  • Textenquelle

    http://de.czech-unesco.org/
    http://www.czechtourism.com/
    http://www.praguewelcome.cz/